7 Wege zu mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz

Lauren Grant

August 24, 2021

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6 Min. Lesezeit

Unternehmerische Nachhaltigkeitsversprechen klingen oft irreführend.

Besonders dann, wenn die Versprechen zur Umweltfreundlichkeit nicht wirklich mit einem starken Aktionsplan einhergehen.

Wir wissen: Moderne Jobsuchende suchen nicht nur einen Arbeitsplatz – sie suchen nach Werten. Für ein werteorientiertes Unternehmen zu arbeiten, steigert auch das Gefühl der Erfüllung am Arbeitsplatz – ein entscheidender Faktor für Mitarbeiterbindung und Produktivität.

Greifbare, realistische Schritte zu haben, um die Lücke zwischen Worten und Taten zu schließen, ist ein zentrales Element in der Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Und es müssen nicht immer ambitionierte Ziele sein – auch die Summe kleiner Veränderungen kann Großes bewirken.

Abseits der großen Gesten haben wir sieben konkrete Tipps zusammengestellt, wie Unternehmen nachhaltige Praktiken am Arbeitsplatz vorantreiben und echten Mehrwert schaffen können.

  1. Fortschritte öffentlich kommunizieren.

Es ist mittlerweile üblich, dass Arbeitgeber ihren neuesten Nachhaltigkeitsbericht oder ihre Verpflichtungen in verschiedenen Unternehmensbereichen veröffentlichen. Das ist ein großartiger Schritt in Richtung Transparenz, aber er muss mit dem zweiten Schritt einhergehen: die Fortschrittsberichte zu jedem Ziel und die geplanten Maßnahmen für das kommende Jahr zu kommunizieren. Noch besser, wenn diese nicht nur extern, sondern auch intern – etwa bei eurem monatlichen All-Hands-Meeting – geteilt werden.

  1. Klimapositiv statt klimaneutral.

Ecosia hat kürzlich darüber gesprochen, wie wichtig es ist, über das bloße Kompensieren von CO₂-Emissionen hinauszugehen. Manche CO₂-Zertifikate können günstig erworben werden und finanzieren Projekte, die nicht wirklich geprüft sind.

Klimaneutralität kann auch als bequemer Weg genutzt werden, um die Umweltauswirkungen eines Unternehmens zu kompensieren, ohne wirklich Verantwortung zu übernehmen. Nachhaltigkeitsziele im Unternehmen neu auszurichten – mit dem Ziel, Emissionen negativ statt nur neutral zu gestalten – ist genau die Glaubwürdigkeit, die für echte Nachhaltigkeit gebraucht wird.

  1. Nachhaltige Partnerschaften eingehen.

Die Londoner Café-Kette Gail's hat kürzlich eine Partnerschaft mit Ocean Bottle geschlossen, um eine nachhaltige Linie wiederverwendbarer Flaschen aus Ozean-Plastikabfall herzustellen. Egal in welcher Branche – nachhaltige Partnerschaften können ein effektiver Weg sein, den Worten Taten folgen zu lassen.

  1. Alle Benefits überdenken.

Wir modernisieren die Arbeitswelt mit hybriden Arbeitsmodellen und flachen Hierarchien. Aber was ist mit dem Obstkorb im Büro? Mit Apps wie ResQ Club und Too Good To Go können Arbeitgeber Lebensmittelverschwendung bekämpfen. Unternehmen wie Etepetete retten täglich Tonnen von Bio-Produkten und sind damit ein bewusster Ersatz für den klassischen Obstkorb.

  1. Ein 1:1-Spendenprojekt starten.

Ein gutes Beispiel ist die Partnerschaft von N26 mit Mastercard, bei der für jeden Einkauf an das World Food Programme gespendet wurde. Das Buy a Pair, Give a Pair-Programm von Warby Parker ist ein weiteres Beispiel.

  1. Eine nachhaltige, gewohnheitsbasierte Kultur aufbauen.

Werte formen die Unternehmenskultur. Deshalb sollte Umweltbewusstsein ein zentraler Wert sein: Gefiltertes Wasser statt Flaschen anbieten. Lebensmittelverschwendung bekämpfen. Ziele für Heizung und Stromverbrauch setzen. Erneuerbare Energiequellen einführen.

  1. Mitarbeiterinitiativen fördern.

Werteorientierte Arbeitgeber und werteorientierte Mitarbeitende gehen Hand in Hand. Ermutigt euer Team, eigene Projekte zu starten, und helft dabei, konkrete OKRs und KPIs aufzusetzen, um den Fortschritt nicht nur zu messen, sondern auch innerhalb der Organisation zu feiern.

Guest Writer at FutureBens

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